Gewalt im Nahen Osten: „Das ist nicht unser Krieg“ reicht nicht mehr aus
- macitkaraahmetoglu
- 4. Mai
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Das Bild eines israelischen Soldaten, der auf eine Jesus-Statue im Libanon einschlägt, ging kürzlich um die Welt. Inzwischen wurde die Statue ersetzt und zwei IDF-Streitkräfte im Zusammenhang mit diesem Vorfall zu einer kurzen Haftstrafe verurteilt – was ich natürlich begrüße. Es zeigt, dass Israels Regierung, das Militär, die Justiz durchaus in der Lage sind, einzulenken und die eigenen Vergehen auch einzugestehen – wenn der Druck von außen groß genug ist. Ein Großteil der israelischen Aggressionen gegen zivile Ziele in Gaza, Libanon oder auch Iran bleibt weiter im Verborgenen. Für Netanyahu gilt dann, so hat er es selbst formuliert: „Der Staat Israel muss seine Feinde verfolgen, nicht seine heldenhaften Soldaten“.
Mir hängt noch immer der Satz unseres Bundeskanzlers nach, der im Sommer 2025 davon sprach, Israel würde mit seinem Angriff auf Iran auch unsere „Drecksarbeit“ erledigen. Der damalige Angriff erscheint rückblickend nur wie ein Vorbote des Flächenbrandes, den USA und Israel nun entfacht haben. Vermutlich würde Kanzler Merz nun auch nicht mehr solche Worte wählen. Und doch wirkte seine damalige Rhetorik von möglichem „Regime Change“, einer drohenden Atombombe und Hilfe für das iranische Volk fast wie eine Legitimierung für all das, was im Frühjahr dieses Jahres folgen sollte. Ich vermisse eine klare und auch laute Haltung Deutschlands, die hier und jetzt kundtut: „Dieser Krieg ist grundlegend falsch und ein erneutes Beispiel für die Maßlosigkeit der Kriegstreiber Trump und Netanyahu!“ Die Aussage „Das ist nicht unser Krieg“ reicht nicht mehr aus, es klingt zu sehr wie „Wir mischen uns nicht ein, vielleicht springt aber am Ende ja etwas Gutes dabei heraus“. Der Ansatz „Drecksarbeit“ eben…



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